Geld stinkt nicht…bis Du seinen Wert erkennst!

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Allgemein, Februar 2017, News

Hej allerseits!

Mein Thema heute handelt von Wertungen. „Was? Wertungen? Da steht doch was von Geld…“ wird vielleicht jemand sagen.
Nun: Geld hat auch immer seinen Wert. Und dabei rede ich nicht von der Kaufkraft, sondern von Werten, von bewerten, von Wertungen.

Jeder hat schon mal den Spruch gehört: „Geld ist die Wurzel allen Übels“. Eindeutig negativ!
Dann heißt es aber auch: „Geld – ein Segel in der Tasche“. Sehr schön und positiv. Es bedeutet, dass man mit Geld jedes Ziel erreichen kann.

Was können wir also schlussfolgern?
Geld ist neutral.
Nicht gut, nicht schlecht, einfach nur eine Sache.
Wir Menschen verhelfen dem Geld zu einer Wertung, indem wir es verdammen, wenn damit Unheil angerichtet wurde oder sich jemand ins Unglück stürzte, oder aber wir loben es, wenn
damit eine tolle Sache finanziert wurde, z.B. eine Stiftung gegründet, ein Forschungsprojekt finanziert oder einfach nur die KiTa um die Ecke verschönert wurde.

Bild: Fotolia (MichaelJBerlin)

 

Wenn wir Leute auf der Straße sehen, bewertet unser Gehirn sie innerhalb von Millisekunden. Der kiffende Veganer, ein rastagelockter Mann mit einer selbstgedrehten. Der Banker, geschniegelt und gebügelt im teuren Anzug. Das Püppchen, eine blonde Frau mit auffälligen Klamotten. Der Nerd, ein junger Mann mit Superheldenshirt und Pokémon-Umhängetasche.
All dies kann zutreffen. Betone: KANN! Muss aber nicht.
Unser Gehirn hat irgendwann mal in der Realität oder im TV „Vorbilder“ dieser Art abgespeichert und vergleicht sie dann mit aktuellen Ereignissen.

Ich selbst ertappe mich regelmäßig dabei, wie ich Menschen auf der Straße in Schubladen sortiere und dann denke: „Vielleicht ist er oder sie aber auch ganz anders.“
Dabei finde ich das Motto: „Jedem das Seine“ irgendwie immer treffend. Was bringt es mir, jemanden zu verurteilen, nur weil seine Klamotten nicht in mein Weltbild passen?
Im Gegenteil: ich freue mich dann darüber, dass jemand den Mut hat, z.B. einen grünen Pullover und eine orange Hose zu tragen und einfach seinen eigenen Stil zu vertreten.

Denn DAS erfordert Mut! 🙂
Bild:Fotolia (Pavlo Vakhrushev), Edit: Heiko Knaack

 

Geht das alles auch ohne eine Wertung? Kaum.
Wie schon oben beschrieben, gleichen wir immer Erfahrungen oder auch Glaubenssätze mit aktuellen Ereignissen ab und bewerten diese wiederum.
Dabei kann es durchaus sein, dass wir alte Meinungen und Glaubenssätze über den Haufen werfen, weil wir neue Erfahrungen im Leben machen, die zeigen, dass man z.B. doch keine Angst vor Spinnen haben muss oder der Nachbar morgens deswegen immer nur so schlecht gelaunt war, weil er wegen seiner schreienden Zwillinge die halbe Nacht kein Auge zugetan hat…

An meiner Tochter  -die jetzt 6 Monate alt ist- erlebe ich, dass es noch ein wertungsfreies Leben gibt.
Jeden Morgen, wenn sie einen zum ersten Mal sieht, strahlt sie über das ganze Gesicht, obwohl man überhaupt nichts dazu getan hat. Einfach nur, weil man da ist. Ist das nicht was Tolles?
Kleinkinder sind (wie ich heute erst wieder erleben durfte) auch untereinander völlig wertungsfrei.
Da lächelt und schäkert der Poyraz im Café meine Ida an und sie lächelt zurück und die beiden verstehen sich ohne Worte. 🙂

Leider geht uns das irgendwann im Leben verloren, aber wir sollten uns jederzeit bewusst machen, dass alles und jeder erstmal einen wertungsfreien Eindruck verdient hat.
Vielleicht entpuppt sich das Gegenüber bei näherem Hinsehen als völliges Gegenteil zum äußeren Erscheinungsbild…?

Bild: Fotolia (santypan)

In diesem Sinne: wertet auf, nicht ab!

P.S.: über Wertungen und Kommentare zu diesem und anderen Artikeln freue ich mich immer. 😉

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